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„Wandern“ über Innsbruck

Manchmal ist es für untrainierte Stadtmenschen wie mich besser, nicht so genau zu wissen, wie sich eine geplante, recht gemütliche Wandertour so entwickeln kann – etwa, um Zweifeln im Vorfeld keinen Raum zu bieten 🙂

Geplant war, den „Zirbenweg“ von der Patscherkofelbahn bis zur Tulfes/Glungezerbahn zu laufen.

Wunderbar, alles lief, wie geplant. Die Knippse im Anschlag, hielt ich wie gewohnt alle 4,5 m an, um DAS Foto des Jahres zu schießen… na ja.

links Boscheben-Hütte, rechts Patscherkofel

Blick ins Tal auf Innsbruck

Es war mehr ein Spaziergang mit herrlichem Ausblick, den auch weiß behandschuhte japanische RentnerInnen locker und aufgeregt plaudernd bewältigten. Dann ein unscheinbares Wanderzeichen: rechts hoch zur Viggarspitze, 40 min. Na gut, das schaffen wir und es versprach, daß der Ausflug doch noch etwas alpiner werden würde, als dieser Spaziergang. Nur addierten sich die Zeiten der nächsten Schilder irgendwie auf eine längere Dauer. Langsam (ungefähr so langsam, wie wir uns dem Ziel näherten) dämmerte mir, daß die angegebenen Zeiten wohl eher ein Spaß waren und sich die anfänglich angegebene Dauer des Weges wohl eher auf rennende 18-jährige Alpen-Athleten bezog… Aber, alles gut!

aha, DAS ist ein Weg …

Nach einem schönen, überraschend alpinen Bergauf-Marsch erreichten wir die Viggarspitze. Der Ausblick von dort war ebenso Spitze 😉

Gipfelkreuz Viggarspitze

links Serles, rechts Patscherkofel

Hier auf dem Gipfel waren Picknick und Ausruhen angesagt.

Felsen und Geröll, also unser Weg

Berge… auf dem in der Mitte waren wir gerade gewesen …

Der Blick vorwärts, also nach oben …

Dann sah ich in der Ferne dieser Mondlandschaft, die wir mutig ohne Hilfsmittel wie Sauerstoff, oder schleppende Scherpas durchmaßen, etwas, das wie ein Wegweiser aussah. Ich schwor laut, daß ich ihn auffressen würde, wenn dort wieder soetwas wie „noch 30 min.“ stehen würde und wir nicht bald am Ziel wären.

Fluchen hilft manchmal (immer)! Ich bewegte mich nicht gerade behende auf ihn zu, um ihn herum und dann …

DIE rettende Hütte. Sie steht irgendwie schief, sicher wegen der Höhe. Oder, damit man besser hinkommt?

Eine Manifestation der Zivilisation! Und Schnee! Also doch nicht auf dem Mond. Wir hatten es geschafft und gingen erleichtert durch den Schnee zu den Göttern, nein, den Gastronomen der Glungezerhütte auf 2610 m.

Dies war der belohnende Blick über die Kante und auf den Schnee.

Wer oben ist, muß auch wieder herunter. In unserem Fall wieder mal fix, denn die Sessellifte der Tulfesbahn und der Shuttlebus zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung fahren nicht ewig. Bergab mit Zeitdruck, das ging mal wieder auf die Knie :-\

Blick zurück – da oben waren wir gerade noch

Die Standart-Zirbe(nkiefer)

Angekommen, viel zu früh, 14 min waren ja noch Zeit 🙂

Weiter abwärts gings dann im Einer-Sessellift.

Blick auf Tulfes

Das war mit Abstand das anstrengendste Abenteuer, das ich erlebt, besser gesagt, unternommen habe.

P.S.: es gibt da oben keinen Almi, aber etwas Besseres 🙂 Und Sonnencreme nicht vergessen… und nen Power-Riegel 🙂