Ingo Joseph, pexels

POLITIK

Prinzipiell ist die Demokratie die gerechteste Staatsform, die es je gab – als Gold-Standard speziell die Direkte Demokratie.

Auch die parlamentarische Demokratie schneidet nicht schlecht ab, lebt aber wesentlich von den Motiven, Idealen und Ideen derer, die gewählt wurden und im Auftrag der Wähler, ihrer Mitbürger, dann jahrelang relativ unbehelligt die Geschicke eines Landes lenken.

Wenn die Motive aber etwas geschönt, Ideale geheuchelt und Ideen in der Realität nicht praktikabel sind, kann es ganz schnell schwierig werden in der Republik …

Denn das Dumme an der Realität ist, daß sie sich einfach nicht kleinreden und umdeuten läßt, trotz größter Bemühungen – verflixt nochmal.

Einige Gedanken: wie wäre es, wenn …

-Politiker sich regelmäßig ihren Wählern, dem Souverän, stellen müßten, um Rechenschaft über ihre Entscheidungen abzulegen?
-mündige, gebildete Bürger über besonders wichtige politische Entscheidungen miteinander diskutieren und dann mit gesundem Menschenverstand nach dem Mehrheitsprinzip entscheiden würden – also selbst entscheiden würden, ob sie „das (jeweilige) schaffen“ wollen/können?
-Entscheidungen also zum Wohl und im Sinne derer getroffen würden, die den Wohlstand als Grundlage des Staates und aller Wohlfahrt auch selbst erschaffen, statt zum einen Entscheidungen aufgrund von Ideologien und nicht bezahlbaren Wunschvorstellungen zu treffen und zum anderen den Sozialstaat zu einer Art Selbstbedienungsladen für alle verkommen zu lassen?
-wenn Minister nachweisbar professionelle Ahnung von dem jeweiligen Ressort haben müßten, bevor sie es leiten?
-wenn sich Politiker mit Glaubwürdigkeit, realistischen Zukunftsvisionen, Bodenständigkeit und gereifter Lebenserfahrung bewerben würden und eben NICHT einfach KARRIERISTEN und Parteinicks auf die vorderen Listenplätze ihrer Partei und dann evtl. an die Hebel der Macht kämen?

Das wäre dann wohl ziemlich gute und direkte Demokratie

Man hört doch immer wieder völlig überrascht von kleinen Skandalen und völliger Unfähigkeit Einzelner, oder?  😉

Dagegen – und auch gegen die Versuchungen und die Arroganz der Macht – hilft nur ständige, unabhängige Kontrolle und persönlicher Einsatz von vielen Einzelnen. Das ist oft zeitintensiv und unangenehm, aber notwendig.

Demokratie lebt vom Mitmachen, vom Gestalten vieler im Rahmen der Möglichkeiten, nicht vom Meckern und Stänkern. Es ist im Großen, wie im Kleinen 😉

Also: mitmachen und Ideen entwickeln, sonst gehts immer schleichend bergab, selbst bei anfangs bestem Willen der Beteiligten. Na dann …