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Sommer 2022 – in den Bergen :)

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Zum Glück haben wir nicht mehr, wie noch letztes Jahr, dauernd mit dem Wörtchen „Welle“ zu tun. Das ist herrlich 🙂

Freitag

Ich wollte seit langem einmal die Sonne am selben Ort abends untergehen und morgens wieder aufgehen sehen, an einem besonderen Ort, nicht zu Hause. An einem ganz besonders schönen Ort. Mag sein, daß mir Ähnliches in jüngeren Jahren auch schon gelungen war, aber ich meine: ganz bewußt und mit Schlaf dazwischen 😉 Und auf einem Berggipfel – das Glück hatte ich noch nie… Heute war es soweit!

– Wem das hier zu viele Details werden, der kann sich fix die Fotos und kurzen Videos anschauen 😉

Im 3. Anlauf habe ich es in den Alpen, am Herzogstand über dem Walchensee, endlich geschafft. Na gut, das Wetter hatte da auch ein Wörtchen mitzureden … Und vieles andere auch, aber es hat ja geklappt – schön 🙂

Ich habe meinen Sommer-Alpen-Urlaub wieder mit einer Übernachtung im Berggasthaus Herzogstand begonnen und endlich auch gelernt, so zu packen, daß trotz einiger mitzunehmender Technik alles in EINEN Rucksack paßte … löhrning bei duhing! Ich finde diese „Hütte“ zu Urlaubsbeginn so passend, weil man dort plötzlich ab 17.00 Uhr wirklich aus dem „normalen“ Leben gerissen wird: gerade noch hat man gepackt, alles Mögliche vor dem Urlaub erledigt, den Kopf voll, eine stundenlange, mehr oder weniger stressige Anfahrt hinter sich und dann: keine Autos, kaum Menschen, fast absolute Stille oben am Berg – das Einzige, was man sinnvollerweise machen kann, ist, sich auf einen der gut zu erreichenden Gipfel zu setzen und hinunterzuschauen. Perfekt, um das vergangene Jahr zu überdenken und in ne Schublade zu stecken; basta. Ein sehr guter und landschaftlich exklusiver Urlaubsauftakt.

Das Wetter war, im Gegensatz zu den vorherigen Tagen, auch endlich wieder normal mitteleuropäisch, ich konnte es bei ca. 20 Grad abends sehr gut aushalten. Und die Natur wohl auch.

HIer ein paar Schnappschüsse vom Abend:

(die Bilder bitte anklicken/antippen, um sie in voller Größe zu sehen)

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und vom Morgen 😉

Anschließend gabs ein „fürstliches Belohnungs-Frühstück“…

Danach gings, wie so oft und gern, vormittags gleich weiter nach Mittenwald, zur Familie eines Studienkollegen. Kurz auspacken und rauf aufs Radl (das die Nacht auf dem Parkplatz an der Herzogstand-Bahn gut auf dem Autodach überstanden hatte), ab in Richtung Isar-Ursprung. Frei nach dem Motto: es dürfen keine Pausen entstehen! Ein Natur-Paradies, ein Schmeckerchen, auf das ich mich jedes Mal tierisch freue 😉 Den Riedboden an der Isar entlang, durch Scharnitz im Ösiland und dann nur noch Natur. Pur. Und bergauf, Anstrengung …

Die Natur dort war immernoch großartig, das Wetterchen auch. Meinen Armen sieht man die Tour jetzt aber auch an – Feuerrot 🙁 Nicht aufgepaßt…

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Sonntag

Gestern schützten uns mal ein paar Wolken vor der südlichen Sonne und mein Sonnenbrand konnte sich wenigstens ansatzweise erholen. Ich hab dann mal vorgesorgt, sicher ist sicher …

Heute solls weit hoch auf einen Berg gehen. Fast um die Ecke liegt Seefeld mit Bergen, die ich bisher nur vom Ski-Fahren kenne und die auch im Sommer ein gutes Ausflugsziel abgeben. O.k., Sonnencreme und Schappka einpacken und los.

Meista, gibts hier keinˋ Lift?? Doch, gibt es! Also nehmen wir den Aufzug … Aber Strafe muß sein und so hat der Schöpfer vor den „Aufstieg für Faule“ die (langen) Warteschlangen am Ticketschalter und der Seilbahn gesetzt – Sonntag eben. Hat da nicht eben einer heimlich geniest? Wir haben viieel Zeit und so können wir in uns gehen und in der Enge samt ängstlichen Hunden überlegen, ob wir nicht doch mal kurz ne Maske rausholen, um womöglich den Urlaub in den kommenden Wochen nicht unnötig zu gefährden 😉

Oben am Seefelder Joch angekommen, genieße ich die Aussicht umso mehr und das Gefühl von unendlicher Freiheit weit oberhalb des alltäglichen Krims-Krams ist einfach grandioso … ACHTUNG: Spoiler! Jetzt kommen sie wieder, die Grün-Blau-Hellgrauen Bilder dieser Alpenwelt. 🙂

weit hinter dem „V“ in der Mitte liegt Mittenwald

Das Wetter war etwas diesig, aber man konnte locker bis Mittenwald schauen, runter nach Seefeld sowieso. In der anderen Richtung sieht man die Seefelder Spitze und die Reither Spitze und kann sich Gedanken machen, welche davon man besuchen will – oder einfach erstmal loslaufen 😉

Unser Ehrgeiz hielt sich in Grenzen und uns reichte das Abklatschen des Gipfelkreuzes der Seefelder Spitze.

Manche Sportsfreunde mußten sich das alles aber noch genauer von oben anschauen – irgendwann häng ich mich da mal mit ran 🙂

Herrlich, wenn man dann oben sitzt 🙂 Nach dem Rückweg gings schnurstracks ins Gipfelrestaurant, um die Defizite zu beheben … Schlimmer wurde es dann noch in Mittenwald … aber: URLAUB 😉

ein nicht zu kleiner Windbeutel, eine Spezialität des Restaurants …

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Montag

Es ist heiß und schwül. Na, besser als Regen, aber große Sprünge mache ich heute nicht. Nur ne (wirklich) kleine Radtour wirds, zum Isar-Stausee bei Krün. Dort gibts einen schönen Fotospot – na da schau ich mal!

Link zu einem kurzen Video, einfach anklicken

Ja, das hat sich gelohnt! Und wenn ich schon mal hier bin, kann ich auch nen anderen Rückweg nehmen, den ich schon kenne, nämlich vorbei an Maria Rast, über die Buckelwiesen mit schönem Blich auf den Karwendel und sogar die Zugspitze, weiter in Richtung Mittenwald. Das Auf und Ab hält mich bei über 30ˋ in Trab 😉

Abends zog dann ein lang angekündigtes Gewitter auf und das Wetter kippte. Es war trotzdem ein gelungener Tag 🙂

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Donnerstag

Heut Morgen halb 5 wachte ich auf und hatte das Gefühl, mal wieder einen Sonnenaufgang sehen zu müssen 😉 Ich schaute mir die Gegend auf dem Handy an und grübelte und plante, wo dazu eine gute Stelle wäre. Keine Chance, ich kenne mich nicht aus, alles Spekulation – also Licht wieder aus und umgedreht. … Ne, ich steh jetzt auf! Ich ging auf (relativ) Nummer sicher und fuhr dann recht knapp zu einer erhöhten Stelle über der Stadt, von der aus wir letztens die Abend-Gewitter-Fotos (siehe oben) gemacht hatten – das wird schon klappen …

Ein Sonnenaufgangsfoto wurde es nicht wirklich, aber hinter mir und seitlich Richtung Scharnitz sah es auch sehr interessant aus … Das war eine gute Idee, gut, daß ich mich aufgerafft habe 🙂 Nach durchs Wetter erzwungenen 2 Tagen relativer Indoor-Entspannung begann der Tag so echt schön.

Danach Bett-Hechter – 3 Stunden! Soo, was fange ich mit dem sonnigen Tag an? Noch keine Ahnung, aber Energie, mal wieder zu radeln.

Da kam die Idee zu einer Radtour um nen See auf. Den Walchensee „kenne“ ich ja nun schon von oben, das Ufer direkt in Walchensee auch. Aber so richtig Kontakt zum See hatte ich noch nicht. Sehr wahrscheinlich ist die Strecke nicht steil, gut zu fahren, zumal das Wetter am Nachmittag kippen sollte. O.k., also dann Radl aufs Dach geschnallt und hin. Die Runde im Uhrzeigersinn zu fahren wäre gut, meinte mein Kumpel und gab mir noch paar Tips mit auf den (Rad)Weg …

Ich stieg am SSW-Zipfel in Einsiedl „ein“ und nahm gleich erstmal die Landzunge dort mit, die ich vom Berg aus mehr als einmal geknippst hatte 🙂 Was ich von oben aus nicht sehen konnte: dort steht eine schöne Kirche direkt am Ufer.

Ich sollte mich immer so nah wie möglich am Ufer halten, also turnte ich zum Wasser und was ich dort sah, war echt überraschend – der See hatte eine Farbe wie im Süden! Zusammen mit den Bergen im HIntergrund dachte ich sofort an den Gardasee. Ach jeh – aber zum Glück solls in einer Woche nach Italia gehen – wenn der Liebe Gott, die Lufthansa und die jeweilige Gewerkschaft es wollen 😉

Voller Elan radelte ich durch Walchensee und immer weiter, ohne Ahnung davon, was ich noch zu sehen bekäme, oder wie lang die Strecke sein würde. Und das macht auch bissl Urlaub aus, das Unerwartete machen, ungeplant schöne Dinge erleben – cool 🙂

Mein Studienkumpel hatte mich gebrieft und meinte: da oben, da soll man nicht lang, aber das mußt du machen, sonst entgeht dir zuviel. Ich erinnerte mich daran und fuhr im Norden auf einen Zipfel rauf, wo es nur einen schmalen Wanderweg gab, anfangs jedenfalls … Seit heute weiß ich nun, wozu es Mountainbikes eigentlich gibt und habe eine Ahnung davon, WAS es heißen kann, einen „Trail“ zu fahren. Es ging über Stock und Stein UND massenhaft umgestürzte Bäume. An fahren war bald nicht mehr zu denken, erst schob ich, dann schleppte ich mein Rad streckenweise huckepack quer durch den Wald – über Steine, Wurzeln und Bäumstämme – krass! Aber umkehren kam nicht in Frage. Auf der Hälfte der Strecke entschädigte mich ein Blick durch Bäume auf den See für das Abenteuer 🙂

Hinterher sagte ich zu meinem Kumpel, ich bin bestimmt an der falschen Stelle in den Wald rein, unklar, was da los war, ich hab mein Rad geschleppt! Das malte ich wortreich aus und bemerkte erst ziemlich spät sein Lächeln … es war die richtige Stelle gewesen ;)))) Ich war so beschäftigt, daß ich kaum Fotos von diesem Urwald machen konnte. Aber es war eine coole Erfahrung!

Den Rest der Tour vermied ich dann Trampelpfade …

Nach einem nicht zu knappen Power-Napping gewittert es nun leider, aber für heute wars auch genug – ein super Tag 🙂

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Dienstag

Heute waren nur Vorbereitungen für die nächste Reise dran. Ich war nochmal beim „Vittschi“ essen, denn das kommt so schnell nicht wieder dran … Abends gabs dann aber noch einen farbigen Himmel zum „Hinknien“ 🙂

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